Workflow, wie man ihn nicht findet

Ich finde das Thema Produktivität hochspannend. Da passt es natürlich super dazu, dass ich unstrukturiert und faul bin. Ich muss versuchen, aus meiner motivierten Zeit das Maximale rauszuholen.

Als Nerd suche ich hierfür die besten Tools, welche mich dabei unterstützen. Seien es ToDo Programme, Produktivitätsapps oder Notizprogramme. Ich bin immer auf der Suche nach der Unterstützung für mich. Bisher ohne Erfolg.

Evernote

Angefangen mit den Tools hat vermutlich alles mit Evernote. Das Tool war damals der heiße Scheiß. Über alle Geräte hinweg Notizen schreiben und synchonisieren, dazu eine gute Texterkennung in Bildern und Dokumenten. Und natürlich die Suche, welche auch bei großen Datenmengen die richtigen Ergebnisse liefert.

Leider hat sich Evernote seit damals nicht wirklich geändert. Der Editor ist angestaubt und unflexibel. Da macht das Ganze wenig Spaß. Irgendwie bekomme ich meine Notizen nicht in die gewünschte Form. Dazu ist man extrem Abhängig vom Anbieter, der Export ist wenig nutzbar.

Todoist

Eher eine Ergänzung als ein Ersatz war dann Todoist, ein ToDo Tool nach dem Getting Things Done Prinzip. Funktioniert eigentlich super, gerade in der Pro Version. Eine Kleinigkeit gefällt mir aber nicht und zerstört irgendwie meinen Workflow – Unteraufgaben sind nicht sehr schön gelöst.

Totzdem ist Todoist meiner Meinung nach das Beste Tool für ToDo-Listen. Das Karma-System motiviert und das Design ist schlicht, die Funktionalität dafür sehr groß. Das Tool habe ich in letzter Zeit aber nicht mehr genutzt. Warum erfahrt ihr weiter unten.

Bullet Journal

Das Bullet Journal fällt hier aus der Reihe, es handelt sich um ein analoges System. Die Grundlagen sind sehr einfach. Es gibt verschiedene Symbole, mit denen man Ordnung in seine Notizbuch bringt. Darüber hinaus kann man das System nach Belieben erweitern. Gewohnheiten nachverfolgen? Baue es ein. Notizen? Kein Problem. Kalender? Mach es.

Und da sind wir auch direkt bei größten Problem von Bullet Journal. Man verbringt gerne mehr Zeit damit, sich über die Struktur und das Aussehen Gedanken zu machen, als um die eigentlichen Aufgaben und Notizen. Alleine die Struktur von Hand in einem leeren Notizbuch anzulegen dauert schon mehrere Stunden.

Dafür ist es aber auch extrem flexibel.

Notion

Notion ist der Grund, warum ich Todoist nicht mehr benutze. Notion ist ein Traum, wenn es um flexible Notizgestaltung geht. Alles ist in Tabellen aufgebaut, welche je nach Verwendugszweck in der Ansicht und der Gestaltung angepasst werden können. ToDo-Listen, Kalender, Notizen oder was auch immer – alles ist machbar.

Leider ist das Ganze dann aber nur schwer durchsuchbar. Beziehungsweise ist die Suche nur dekorativ, es gibt keine Volltextsuche von PDFs oder Bildern. Man findet also nichts, was in Dateien versteckt ist. Und der Offline-Modus ist eine Katastrophe. Einfach das Browser-Caching des App-Wrappers zu verwenden klappt eher mies bis gar nicht. Leider ist die ganze App auf Android träge. Und auf meinem schwachen Notebook ist die App auch träge.

Performance, Suche und Offline-Modus sind die Knackpunkte, die die App für mich unbenutzbar machen. Und trotz großer Versprechungen hat sich seit meinem ersten Zusammentreffen mit Notion vor 1,5 Jahren quasi nichts verbessert.

Und jetzt?

Ich habe noch immer nicht meinen Weg zur Produktivität gefunden. Zwischendurch versuchte ich mich noch an Dropbox + Markdown – das ist aber nicht viel besser als Evernote. Auch die Verwendung von Office, also Word und Excel, ist nicht so geil. Mit dem Google Kalender komme ich auch nicht so zu Recht.

Ich werde es 2020 vermutlich wieder mit dem Bullet Journal probieren. Das ist quasi die analoge Variante von Notion. Notion taugt leider technisch nicht. Habt ihr alternative Empfehlungen für mich? Oder einen Tipp für ein gutes Notizbuch?

Bleibt fluffig!

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