Wie kann man das nicht merken?

Spontanes Shopping mit meiner Freundin. Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe. Aber immerhin hat sie einige Kleidungsstücke gefunden, die sie gesucht hat. Und eine neue Brille beim Mister Spex.

Aber bevor man die neue Brille bestellt ist erstmal ein Sehtest angesagt. Nach zwei Stunden einkaufen war ihr Sehtest an der Reihe. Zum Spaß meinte ich, ich sollte auch mal wieder einen machen – und hatte promt einen Termin 45 Minuten später. Ist ja kostenlos.

Mein letzter Sehtest liegt schon über zehn Jahre zurück, da kann man ruhig mal einen Kontrolltest machen. Ich sehe ja noch gut, also kein Problem. Richtig? Dachte ich zumindest. Aber schon beim ersten Kurztest runzelte der freundliche Mitarbeiter von Mister Spex die Stirn.

Das stimmt einen nicht positiv. Seine Erklärung auch nicht: Hornhautverkrümmung auf dem rechten Auge, irgendwas mit Zylinder bei -2,5. Was auch immer das heißt. Ich etwas verwirrt, ich sehe doch gut. Ich kann auf alle Entfernungen gut lesen, eventuell brauche ich einen Moment länger um Texte in der Entfernung zu lesen als meine Freundin, aber nichts schlimmes.

-2,5 klingt aber eher nach viel als nach wenig. Ist es wohl auch. Ich durfte noch weitere Tests zur Bestätigung machen und leider war der erste Test kein Fehler. Und da die Tests für jedes Auge getrennt gemacht wurden, war es für mich ersichtlich. Verdammt, ich sehe mit dem rechten Auge unscharf. Nicht ein bisschen, sondern deutlich. Mein Gehirn hat das wohl ausgeglichen und hauptsächlich die Informationen vom linken Auge benutzt. Klasse Leistung.

Positiv: Der Mitarbeiter hat mir gezeigt, wie ich mit Brille sehen würde. Deutlicher Unterschied. Trotzdem solle ich vorab zum Augenarzt. Er hat also nicht versucht, mir direkt eine Brille anzudrehen. Ich befürchte aber, ich werde nicht drum herum kommen. Eventuell wirke ich dann ja etwas schlauer.

Funfact: Wenn einem bekannt ist, dass etwas nicht stimmt, dann merkt man es plötzlich. Und man achtet drauf. Gefühlt kann ich den Text hier perfekt lesen, bis ich mein linkes Auge zuhalte. Dann wird es anstrengend. Und man fühlt plötzlich, dass rechts etwas nicht stimmt. Unwissenheit ist manchmal doch auch ein Geschenk.

Bleibt fluffig!

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