Wayfarer 1: Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

Science Fiction Geschichten fokusieren sich oft auf rasante Inszinierung und fast schon fantastisch wirkende Technik. Anders ist hier die Wayfarer Reihe* von Becky Chambers*.

Ich möchte euch hier das erste Buch der Reihe vorstellen. Alleine der Titel ist schon ein Abwechslung zu den übichen Titeln mit einem oder zwei Worten. Genauso ungewöhnlich ist auch das Buch und die erzählte Geschichte selbst.

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (Wayfarer 1)* lautet der vollständige Titel des Buchs. Die Geschichte handelt von einer Crew eines Bohrschiffs, welche Tunnel in die Raumzeit bohrt. Diese Tunnel verbinden zwei Sternensysteme miteinander, um das Reisen zwischen den Systemen zu erlauben.

Der Bedarf ist nicht nur durch die Menschheit gegeben, sondern auch durch unzählige auseridrische Spezies, mit denen die Menschen sind nach dem Exodus verbündet haben.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der verschiedenen Crewmitglieder erzählt. Damit schafft es die Autorin die Schwierigkeitn und Motive der Crewmitglieder zu erzählen, ohne dass die Erzählung aufgesetzt oder konstruiert wirkt. Im Gegenteil, obwohl die eigentliche Geschichte wenige rasante Momente oder gar Action bietet zieht sie einen in ihren Bann. Ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen, weil die Erzählweise mich in die Geschichte hineingezogen hat.

Becky Chambers* schafft es, die Figuren real wirken zu lassen. Man möchte einfach wissen, wie es mit den Crewmitgliedern und der Crew weitergeht. Dabei behandelt sie Themen wie Rassismus, künstliche Intelligenz und die Unsicherheit beziehungsweise Angst bei Unbekanntem. Das Buch ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und ihrer Probleme transportiert in ein Science Fiction Umfeld. Dabei wird die Geschichte aber niemals langweilig und wirkt auch nie aufgesetzt. Die Themen werden nicht aktiv angesprochen, sie ergeben sich aus der Interaktion der Figuren und ihrer Umwelt.

Seid ihr auf der Suche nach einem Science Fiction Buch, welches die Beziehung der Figuren untereinander und mit ihrer Umwelt im Vordergrund hat, dem kann ich Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (Wayfarer 1)* nur wärmstens empfehlen. Mich hat das Buch auch Tage nachdem ich es beendet hatte noch beschäftigt – zum Leidwesen von Hell Divers*, welches im Vergleich flach und plump wirkte.

Bleibt fluffig!

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