Vlieland #2: Sonne, Meer und Cocktails

Nach fünf Stunden endlich auf dem Boot. Von der Laderampe direkt aufs Deck. Wenn man durch ein Wattmeer fährt, dann sollte man sich das auch anschauen. Kaum oben angekommen, schon fuhr das Boot los.

20 Kilometer Luftlinie, über eine Stunde Fahrt. Kein Geschwindigkeitswunder. Dafür gibt es etwas zu Essen. Keine Offenbarung, nicht günstig, aber in dem Moment lecker. Und das Bier schmeckt auch.

Karte von Harlingen bis Vlieland mit eingezeichneter Bootsroute.
Quelle: openstreetmap.com
Bootsroute von Harlingen nach Vlieland

Gestärkt sind wir wieder auf das Außendeck und haben die Einfahrt in den Hafen von Ost-Vlieland, dem einzigen Ort auf der Insel, beobachtet. Ein kleines Dörfchen mit Leuchtturm. Irgendwie romantisch. Mit der Meute sind wir dann von Bord gegangen und haben uns an Land der Masse angeschlossen.

Wo ist eigentlich unser Hotel? Auf der Westseite der Insel, soviel wusste ich. Die Menschen laufen auch nach Westen. Aber so spontan wir auch sind, EU Roaming muss sich auch auszahlen. Laut Google Maps sind wir auf der falschen Straße und müssen erst noch etwas nach Süden. Kein Problem, die Insel ist ja klein.

Klein heißt 10 Kilometer lang und bis zu 3,5 Kilometer breit. Wir sind am Ende ungefähr 45 Minuten gelaufen, bis wir am Hotel angekommen sind. Länger als erwartet. Das erklärt aber auch, warum so viele andere Ankömmlinge direkt zum Fahrradverleih sind. Hätten wir besser auch gemacht. Haben wir aber nicht. Noch nicht.

Erst einchecken, dann aufs Zimmer. Wir haben ein Zimmer im Nebengebäude mit Blick auf die Dünen. Das Hotel scheint in der Vergangenheit ein Kurhotel oder Sanatorium gewesen zu sein. Klassicher Bau der 80er/90er, der an ein Krankenhaus oder eine Schule erinnert. Etwas skeptisch haben wir das Zimmer geöffnet und waren erleichtert. Frisch renoviert in modernem Stil. Und eine große Düne vor dem Balkon. Und ein kleines bisschen Sicht aufs Meer.

Bild vom Balkon des Hotelzimmers auf die Düne und ein kleines bisschen Meer.
Blick vom Balkon auf Düne und Meer

Dafür waren wir ja auch hier. Und wie in jedem Urlaub war auch hier unsere erste Aktion: Alles ins Zimmer werfen und direkt ans Meer laufen. Dank Ebbe war der Strand breit, sehr breit. Wir sind direkt wie kleine Kinder an die Wellen gelaufen und haben die Aussicht genossen.

Im Anschluss haben wir erst Cocktails, dann ein Abendessen im Strandrestaurant genossen. Nach dem Stress am Vormittag haben wir es uns einfach gut gehen lassen und den ersten Abend am Strand genossen. Und den Sonnenuntergang. Meine Freundin liebt Sonnenuntergänge und -aufgänge. Und wir haben die Flut beobachtet.

Anschließend ging es erst warm duschen, es war mit der Zeit doch etwas kalt am Strand. Aufgewärmt und zufrieden wartete nur noch unser Bett auf uns. Und ein erholsamer Schlaf.

Bleibt fluffig!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

zwei − eins =