Im letzten Jahr bin ich auf Twitter auf die Buchreihe Trisolaris von Cixin Liu aufmerksam geworden. Die Reihe wurde als unkonventionelle Science Fiction Reihe angepriesen. Perfekt also für eine Urlaub.

Ob die Reihe wirklich unkonventionell ist und wie sich die chinesische Herkunft des Autors auswirkt, möchte ich euch im folgenden Beitrag darlegen.

Eigentlich wollte ich damit anfangen, einen Überblick über die Handlung zu geben. Aber um ehrlich zu sein, ist mir das nach mehreren Versuchen nicht gelungen. Das hat mehrere Gründe:

  1. Ich habe die Bücher über ein Jahr gelesen, letztes und dieses Jahr im Sommerurlaub. Da lässt die Erinnerung an den Anfang nach.
  2. Ich habe die Bücher auf Englisch gelesen. Das macht eine Wiedergabe auf Deutsch schwieriger.
  3. Die Geschichte handelt viel in der Geschichte Chinas. Damit kenne ich mich zu wenig aus.

Trotzdem möchte ich einen groben Abriss über die Geschichte geben:
Eine Gruppe chinesischer Wissenschaftler haben während der Kulturrevolution den Kontakt zu einer weiterentwickelten außerirdischen Spezies hergestellt. Da deren Sonnensystem schlechte Lebensbedingungen bietet planen diese die Invasion des Sonnensystems.
Die Menschheit macht sich nun daran, die Bedrohung abzuwehren und die Grundzüge des Universums zu erkunden.

Die Handlung lässt am Anfang kaum den Eindruck aufkommen, dass es sich um eine SciFy Geschichte handelt. Sie spielt hauptsächlich in der Geschichte Chinas. Das macht es für westliche Leser schwerer, der Handlung zu folgen. Wer kennt sich bei uns schon mit chinesischer Geschichte aus?

Danach verlagert sich die Handlung auf eine fiktive Zeitlinie und geht dann durch die Zeit bis weit in die Zukunft. Verschiedene parallele Handlungsstränge ziehen sich durch die Jahrhunderte, in welcher die außerirdische Bedrohung die Menschheit immer wieder neu formt.
Der Mittelteil zieht sich dabei leider etwas, da er nur ein Übergang für das Ende darstellt. Hier hätte man eventuell etwas kürzen können, aber schlecht ist der Teil nicht.

Der letzte Teil wird dann wirklich Science Fiction und noch philosophischer. Das Tempo wird wieder schneller und man kommt viel ins Grübeln. Gerade der Teil hat mir am Besten gefallen.

Was ist also meine Meinung zur Reihe?

Ich hatte, gerade wegen des chinesischen Hintergrunds, teilweise meine Schwierigkeiten mit den Büchern. Es handelt sich nicht um westliches SciFy. Es gibt keine oberflächliche Action, die Handlung ist klar strukturiert.
Es wird immer die Neugierde geweckt, aber packende Spannung kommt selten auf.

Trotzdem kann ich die Reihe jedem ans Herz legen. Die Reihe ist eine ganz andere Erfahrung als die westlichen Science Fiction Bücher. Aber seid gewarnt: Die Reihe ist wesentlich langsamer, sachlicher und ernster als wir es kennen.