Takeshi Kovacs Triologie

Mit der Takeshi Kovacs wird so keiner etwas anfangen können, bis man den Titel des ersten Buchs erwähnt: Altered Carbon. Die gleichnamige Netflix Serie ist sehr viel bekannter, hält sich aber nicht ganz an die Buchvorlage.

Die Serie selbst war für mich recht “schwer”, weshalb ich mich entscheiden habe, mir das Buch zu kaufen. Ich mag eigentlich das Cyberpunk Setting.

Aber worum geht es eigentlich? Die Menschheit hat sich dank außerirdischer Technologie, welche auf dem Mars entdeckt wurde, über mehrere Planeten verteilt. Dabei dauert der Flug zwischen den Planeten trotz der Technologie mehrere Jahrzehnte. Einzig der sogenannte Needlecast erlaubt es, schnell zwischen Planeten zu reisen. Dabei wird das Bewusstsein über eine Art Funk verschickt und in einen anderen Körper eingepflanzt.

Zusätzlich sind die Menschen fast unsterblich geworden. Das Bewusstsein wird durchgehend in dem sogenannten Stack in der Wirbelsäule abgespeichert. Wird der Körper getötet oder stirbt, dann kann der Stack in einen neuen Körper gepflanzt werden. Es ist aber auch möglich, ein Bewusstsein eines Stacks in einem Computerprogramm zu simulieren.

Der Protagonist Takeshi Kovacs ist auf dem Planeten Harlans Welt aufgewachsen und hat sich dort als Soldat verpflichtet. In der Armee ist er dann in die Spezialeinheit der Envoys aufgenommen worden. Eine schnelle und spezialisierte Einsatztruppe, welche per Needlecast auf abtrünnige Planeten geschickt werden, um diesen wieder auf Spur zu bringen. Nach einer Katastrophe, bei welcher viele Envoys real gestorben sind, hat er den Dienst quittiert und schlägt sich seitdem als Söldner durch das Universum.

Als Leser begleitet man Takeshi Kovacs dabei, wie er sich bei seinen Aufträgen immer wieder in Schwierigkeiten bringt und trotz, aber meist nur dank, seiner erlernten Envoy Fähigkeiten diesen nur knapp entkommt. Dabei ist der Protagonist sehr negativ eingestellt und hat eine starke Abneigung gegen die Obrigkeit.

Meine Meinung

Ich finde das Setting, so unrealistisch es ist, sehr interessant. Menschen, welche quasi unsterblich sind. Modifizierte Körper und ein Soldatencorps, welche die geistigen Fähigkeiten ihrer Mitglieder so trainiert, dass diese kaum noch ein normales Leben führen können.

Dazu die Machtspiele, Verstrickungen und gut ausgearbeitete Welt. Man wird quasi in diese Welt hineingezogen. Auf der anderen Seite bleibt die Welt immer etwas rätselhaft. Vieles wird erwähnt, aber nicht wirklich erklärt. Was ist der Needlecast genau? Woher kommen die Stacks?

Dazu ist es manchmal schwierig, den Zeitverläufen zu folgen. Durch die Stacks kann ein Mensch ewig leben. Die Bücher spielen sich über Zeiträume mehrerer Jahrzehnte bis Jahrhunderte ab. Ich konnte das schwierig erkunden.

Für mich ist die Reihe ein The Witcher in einem Cyberpunk Universum. Düster, dreckig, depressiv. Es ist zumindest kein shiny Science Fiction.

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2 Kommentare

  1. Ich mcohte die erste Staffel sehr, konnte mcih mit der Zweiten nur schwer anfreunden. Lag aber daran, dass ich den Protagonisten nicht mochte.

    Das Setting an sich, finde ich ähnlich spannend wie The Expanse…. dreckig, düster.

    Die Bücher habe ich noch nicht gelesen, werden aber meinen Pile of Shame zusätzlich erhöhen 🙂

    1. Lies auf jeden Fall die Bücher. Ich habe die erste Folge mit meiner Freundin letzte Woche angeschaut und gemerkt, dass es massive Unterschiede zwischen Buch und Serie gibt. Leider nicht zum Vorteil der Serie – die Bücher sind erheblich besser.

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