Session – der wirklich private Messenger

Ihr wisst ja, ich habe eine gespaltene Beziehung zum Datenschutz. Auf der einen Seite bin ich ein großer Freund davon, weshalb ich auch auf meinen Webseiten nur die absolut notwendigen Daten erfasse. Ich selbst veröffentliche aber auch einiges über mich auf diesem Blog, Twitter und wo auch immer.

Auch wenn ich einige Produkte von Google und Microsoft nutze, dazu noch Discord, Xing, LinkedIn und so weiter, bin ich doch immer an Alternativen interessiert. Auch wenn die meisten am Ende an fehlender Verbreitung scheitern.

Trotzdem möchte ich euch hier einen weiteren Instant-Messenger vorstellen, welcher wohl als wirklich privat bezeichnet werden kann. Es geht um Session, einem Messenger, der nicht nur die Nachrichten verschlüsselt. Das tun inzwischen, zumindest offiziell, die meisten Messenger. Selbst WhatsApp. Aber eines wissen die Messenger ganz genau: Wann du wie lange mit welcher Person in Kontakt stehst.

Das verraten die sogenannten Meta-Daten. Diese sind auch schwer zu vermeiden. Die Anbieter müssen die Nachrichten an deine Kontaktperson weiterleiten. Der Inhalt der Nachricht ist verschlüsselt, der Absender und der Empfänger aber nicht. Hier setzt Session an.

Bei Session wird die Nachricht über mehrere Server geleitet. Dazu wird sie vor dem Versand mehrfach eingepackt, Onion genannt. Der Ausgangsserver kennt also den Absender, aber nicht dem Empfänger. Einzig den nächsten Server. Er entfernt die äußerste Zwiebelschicht und schickt die Nachricht dann an den nächsten Server. Dieser kennt dann den vorherigen und den nächsten Server, aber weder Absender, noch Empfänger. Auch er entfernt seine Zwiebelschicht und schickt die Nachricht an den Ankunftsserver. Dieser entfernt die letzte Zwiebelschicht und bekommt den Empfänger offenbart. Und liefert die Nachricht dann ab.

Es ist also für Session und andere nicht – ohne Manipulation des offenen Quellcodes – möglich eine Verbindung von Sender und Empfänger zu erstellen. Damit ist nicht nur das WAS geschützt, sondern auch das WER und WANN. Ich denke, viel mehr Datenschutz geht nicht mehr.

Aber leider krankt Session am selben Problem aller alternativen Messenger: Niemand nutzt es. Das Konzept der maximalen Datensparsamkeit macht eine Verbreitung auch schwierig. Andere Nutzer sind einzig über ihre Kennung auffindbar, weder per Suche nach der E-Mail Adresse noch der Telefonnummer.

Solltest du dir Session anschauen wollen und mit mir in Kontakt treten wollen, dann füge mich gerne hinzu:

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Bleibt fluffig!

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