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Open World oder wie man künstlich Spielzeit streckt

Open World Spiele sind inzwischen seit vielen Jahren ein Trend. Ein Trend, welchen ich nur bedingt gut finde. Die Open World ist oft nur für das Marketing und Spielzeitsteckung da.

Und wisst ihr, wovon ich nicht genug habe? Spielzeit!

Für Spiele mit Open World gibt es gut und schlechte Beispiele. Eigentlich muss man sich nur überlegen, wie lange die Entwicklung eines Spiels gedauert hat, um die Qualität der offenen Welt abschätzen zu können.

So kommt spätestens nach zwei Jahren ein neuer Ableger der Spieleserie Assasins Creed raus. Und mit jedem Teil wird die Spielwelt größer. Nach Ägypten kommt in Odyssey Griechenland. Und es soll das ganze Griechenland, etwas komprimiert, sein. Ein Jahr, nachdem Ägypten in Origins veröffentlicht wurde.

Neben den ganzen Ressourcen, die Karte selbst zu bauen, benötigt man auch noch Inhalte auf dieser. Da kann man viel Aufwand investieren. Oder man macht belanglose generische Aufgaben und Orte. Hier eine Aufgabe, da ein Lager oder Camp. Fertig ist die Welt. Aber eben ohne Charakter.

GTA 5 macht es hier besser, da man einfach eine Landschaft und Städte nachbildet. Man muss nicht überall hin, kann es aber. Und es gibt viel zu entdecken. Aber auch das wiederholt sich. Es fühlt sich aber besser und echter an.

The Witcher 3 ist auch recht gut gemacht. Es gibt viel zu entdecken, ohne dass es aufgesetzt wirkt.

Aber ist euch etwas aufgefallen? Es gibt eine Hauptstory. Meist etwas dringendes, etwas wichtiges. Ihr begebt euch also auf die Reise um die Welt zu retten. Dann werdet ihr gebeten, etwas Kräuter für einen Kranken zu sammeln. Zum Glück wartet der Weltuntergang. So eiligt hat man es doch nicht. Irgendwie komisch.

Inzwischen bin ich der Meinung, dass ein lineares Spiel mit dichter und schlüssiger Story besser ist. Wenn es dabei verschiedene Lösungswege in einer sinnvollen größeren Welt gibt, umso besser.

Was haltet ihr von den aktuellen Open World Games?

Bleibt fluffig!

Kategorien: Gaming

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6 Kommentare

  1. Also the witcher 3 ist immer noch ein Spiel welches ich mega feier. Assassin’s Creed hat mich nach unity leider komplett verloren.

    Open World kann was cooles sein wenn diese auch vernünftig gefüllt wird und zum Spiel passt

    • Mein Problem als Arbeitnehmer mit mehreren Hobbies ist einfach die Zeit. Ich habe echt Schwierigkeiten 100+ Stunden in ein Spiel zu investieren. Bei 5 Stunden die Woche brauche ich fast ein halbes Jahr…

  2. Gerade Ubisoft hat den OpenWorld-Einheitsbrei perfektioniert.
    Wenn man auf die Nebenquest keine Lust bzw keine Zeit hat, kann man sich ja ein paar spieleerfahrungsverbessernde Erfahrungsverbesserer kaufen, da wurde praktischerweise gleich mitgedacht!

    Weiter ohne Sarkasmus: Triple A Gaming wird sich weiterhin auf das “Engagement” mit den Spielern konzentrieren, da wird sich nichts verändern. Je länger ein Spiel gespielt wird, desto mehr Microtransactions lassen sich verkaufen.

    • Es gibt Spiele, da verstehe ich das. Ich spiele zum Beispiel auch Destiny 2. Oder Eve Online, League of Legends. Das sind Spiele, die will man lange spielen.

      Aber ein Assasins Creed – ein Singleplayerspiel. Was mache ich denn dort nach der Story? Dazu spiele ich ein SP Spiel für die Geschichte – und wenn die unnötig gestreckt wird, dann ist das Spiel einfach schlecht…

  3. Die kurze Antwort, warum heute selbst bei thematisch unpassenden Spielinhalten auf Open World gesetzt wird, ist vermutlich: Weil die Kunden es wollen.
    Warum gibt es einen Peugeot 208, einen Polo und solche Kleinwagen heute in SUV Form? Weil die Kunden es wollen und kaufen.

    Kürzlich hattest du auf Twitter den Pokemon-Klon “Temtem” angesprochen und ich habe mir einfach mal ein paar Videos dazu angesehen, u.a. ein Video der Gamestar, ob dieses Spiel dem aktuellen Hype wirklich gerecht wird. Da ging es auch um das Thema Leveldesign und die Aussage hierzu war (sinngemäßes Zitat) “es hat ein schlauchförmiges, sehr lineares Leveldesign, keine Open World wie wir das von PC Spielen eigentlich gewöhnt sind.”

    Für mich ist eine Open World dann interessant, wenn diese Welt an sich der Spielinhalt ist. Bestes Beispiel der in den Startlöchern stehende Microsoft Flightsimulator 2020. Da verschwendest du allerdings auch keine Zeit, eine Nadel im Heuhaufen zu suchen, um in einer Story weiterzukommen.

    Das erste mal völlig verloren in einer “Open World” war ich vor fast 30 Jahren… Ultima VIII: Pagan. Da habe ich durch wildes durch die Gegend rennen so schnell den Faden verloren, hatte keine Ahnung wie, wo, warum, wann es in der Story weiter geht, dass ich es irgendwann frustriert wieder deinstalliert habe.

    Dein zweiter Punkt ist ja die fehlende Zeit, bzw. das künstlich in die Länge strecken der Spielinhalte. Meiner Meinung nach hängt das aber nicht am Kartendesign, auch sehr lineare Karten können nervend zeitraubend sein. Gehe von A nach B nach C, bekomme in C als Mainquest die Aufgabe etwas zu jemanden in A zu bringen, der schickt dich zurück nach C und bevor es dann zu D geht bitte nochmal zurück zu B, von dort nach A, erst dann wieder C und weiter nach D, wo du dann endlich einen Schlüssel bekommst, womit du die Truhe in A öffnen könntest…………………………………………. *arghl*
    Das ist übrigens eine sehr treffende Beschreibung von diesem Temtem. Lineare Map aber die Hauptstory (von den Nebenquests mal ganz zu schweigen) fühlt sich nach 3 Stunden Spielzeit an wie Kaugummi… Kaugummi, der an einem JoJo klebt. Und wenn in einem “Monstersammelspiel” das Monstersammeln dich zur Weißglut treibt, weil die Waschmaschine piept und du nur schnell 10 Minuten die Quest abgeben wolltest aber auf dem Weg dorthin 30x von wilden Temtem gestoppt wirst…. und die einfach nur noch mit der stärksten Attacke oneshottest um wenigstens einen kleinen Fortschritt zu haben… dann schreibst du auch deinen Blogpost um und streichst das “Open World” 😀

    • Tatsächlich habe ich Temtem noch nicht so viel gespielt. Eventuell hole ich das nächste Woche im Stream nach. Wobei die von dir genannten Probleme bei Pokemon eigentlich auch bestehen.

      Zu den linearen Leveln hatte ich extra geschrieben: dichte und schlüssige Story. Ich möchte in keinem Story Spiel, egal ob Open World oder linear, das Gefühl haben, dass ich nur beschäftigt werde.

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