Lost Ark, auch bei uns Möwe Online

Amazon hat mit New World* meiner Meinung nach sowohl inhaltlich als auch technisch kein gutes Spiel veröffentlicht. Deshalb war ich anfangs skeptisch, ob der Free2Play Titel Lost Ark* ein gutes Spiel werden wird.

Lost Ark* ist aber gar nicht von Amazon, Amazon hat das Spiel nur für den westlichen Markt angepasst. Eigentlich ist das Spiel von Smilegate und in Korea schon seit 2019 und kurze Zeit später in Russland verfügbar.

Eigentlich war ich mir nicht sicher, ob das Spiel etwas für mich ist. Klar, ich spiele gerne MMOs und mit Diablo 3 hatte ich Spaß, auch wenn ich den Multiplayer dort nie gespielt habe. Aber ein MMO aus isometrischer Perspektive in 2022? Kann das wirklich gut sein? Am Ende wurde ich vom Hype in meinem Clan The Hive angesteckt und habe mir auch das günstige Founders Paket zugelegt.

Kurzer Exkurs zum Clan: The Hive ist ein deutschsprachiger Multigaming Clan, in welchem ich vor zwei Jahren Destiny 2 gespielt habe und für New World wieder zurückgekommen bin – und dort jetzt auf Lost Ark gewechselt habe. Solltest du auf der Suche nach einem Clan sein – The Hive ist eine super symphatische Truppe, in welcher auch Casual Spieler ihre Heimat finden.

Zurück zum Thema: Seit letztem Dienstag, dem 08.02.2022, könnte ich das Spiel theoretisch spielen. Theoretisch? Praktisch ist das schwierig. Wenn ich mich nach der Arbeit einloggen möchte, dann lande ich in einer Warteschlange. Meist irgendwo zwischen Platz 15.000 bis 25.000. Das bedeutet in der Realität drei bis fünf Stunden Wartezeit. Ich spiele mit meinem Clan auf dem Server Asta, auf den anderen Server in der Region EU sieht es mit der Wartezeit aber nicht besser aus. In der Frühstart-Phase, in welcher nur Founder Spieler teilnehmen durften, ging es mit den Wartezeiten noch. Nachdem das Spiel aber seit dem 11.02. kostenlos für alle verfügbar ist, sind die Warteschlangen nochmal explodiert.

Ich habe inzwischen laut Steam 24 Stunden in Lost Ark verbracht, aber davon sind maximal vier Stunden Spielzeit, die restlichen 20 Stunden sind Wartezeit. Immerhin kann man dabei das Spiel minimieren oder den PC verlassen. Und natürlich den Ton ausschalten, wenn das Spiel im Hintergrund ist.

Im Nachhinein habe ich mitbekommen, dass es wohl auch in Korea zum Start einen riesen Andrang und lange Wartezeiten gab. Da man in der Warteschlange neben der Musik regelmäßig das Gebrüll von Möwen hört hat das Spiel dort den Spitznamen Möwe Online. Passend.

Amazon selbst hat sich inzwischen gemeldet und hat zugegeben, dass sie das Interesse am Spiel unterschätzt haben. Mit 1,3 Millionen Spielern gleichzeitig (davon vermutlich viele in der Warteschlange) ist Lost Ark* in der ersten Woche zum Spiel mit den zweitmeisten Spielern gleichzeitig aufgestiegen. Amazon Game Studios hatte 200.000 Spieler erwartet und sich damit um den Faktor sechs verschätzt.

Wie die Situation gelöst werden soll ich mir noch nicht klar. Die Serveranzahl für die Region EU wurde auf das Maximum erweitert, jetzt wird noch eine zweite EU Region eröffnet. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das Interesse der großen Spielermengen anhalten wird und wie der Plan dann ist. Die Warteschlangen dürften auch einige Spieler abschrecken.

Was sage ich zum Spiel? Ich habe bisher Spaß. Die Geschichte habe ich noch lange nicht durch, könnte aus meiner Sicht aber auch aus der Final Fantasy Reihe kommen. Die Mechaniken sind auf jeden Fall klassisches Hack&Slay gemischt mit MMO und geht gut von der Hand. Ein Spiel dieser Größe und Tiefe kann man aber kaum mit vier Spielstunden bewerten. Ihr bekommt aber noch ein Testbericht, wenn ich denn mal richtig Spielen konnte.

Bleibt fluffig!

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