Linux Manjaro auf dem Notebook

Vor einigen Wochen hat Neovenator auf seinem Blog einen Beitrag über EVE Online und Linux veröffentlicht. Ich bin dank Googles Abkündigung meines kostenlosen Google Workspace Kontos sowieso gezwungen mir eine Alternative zu überlegen.

Warum nicht gleich die komplette digitale Strategie überdenken? E-Mail, Kalender und Kontakte wieder auf dem eigenen Server und Windows durch Linux ersetzen. Nur das Zocken macht mir da Sorgen.

Aber ein Schritt nach dem anderen. E-Mail ist noch nicht akut und ich habe auch noch keinen finalen Plan. Deshalb habe ich erst geprüft, wie sehr mir ein Wechsel auf Linux weh tun würde. Dank ProtonDB kann man prüfen, ob und wie gut seine Spiele unter Linux laufen. Kurz: Viele gehen inzwischen recht zuverlässig, einzig das noch nicht veröffentlichte Vampire: The Masquerade – Bloodhunt ist noch ungewiss. Das wäre für mich tatsächlich ein Blocker.

Aber erst zum nächsten Schritt. Ich habe ein eher schwaches Acer Swift 1* Notebook, welchem Windows 11 nicht gut getan hat. Beispiel? Twitch-Streams mit dem Firefox Browser anschauen wurde zur Dia-Show. Edge ging so, aber ich bleibe gerne bei meinem Feuerfuchs. Also musste das Notebook wieder als Versuchskaninchen herhalten.

Was muss man bei Linux aber vorher entscheiden? Welche Distribution nimmt man? Und im Anschluss stellt sich die Frage nach dem Desktop Manager. Ich habe mich etwas umgesehen und am Ende für Manjaro entschieden. Und für GNOME als Desktop, mit KDE bin ich nie warm geworden und XFCE ist doch etwas spartanisch und altbacken.

Das entsprechende Image war schnell runtergeladen und mit Rufus auf einen USB-Stick kopiert. Den Stick in das Notebook gesteckt und gestartet. Natürlich wollte Secure Boot mich erst nicht durchlassen. Zuerst habe ich versucht Manjaro in Secure Boot zuzulassen, was nicht funktioniert hat. Nach der Deaktivierung von Secure Boot hat dann alles vermeintlich geklappt, ich konnte das Live-System starten und Manjaro von dort installieren.

Leider wollte das System dann nicht starten. Ich habe das Passwort für die Festplattenverschlüsselung eingegeben und nichts mehr passierte. Sicherheitshalber habe ich im BIOS alle Secure Boot Einstellungen auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und es wieder deaktiviert. Manjaro ein zweites Mal installieren hat dann funktioniert. Ohne Verschlüsselung. Das gefällt mir persönlich nicht – ich werde das System in den nächsten Woche also nochmal neu aufsetzen.

Genau deshalb ist das Notebook aber auch das Testsystem. Ich probiere hier einige Dinge aus, um die Fehler dann nicht am Gaming-PC zu machen. Zumindest einen Teil nicht mehr. Gaming geht mit dem Intel N5000 nämlich nicht. Hier bin ich auf jeden Fall gespannt.

Auf dem Notebook macht Manjaro aber einen guten Eindruck. Die komplette Hardware wurde problemlos erkannt, inklusive dem schlechten Fingerabdruckleser. Twitch im Firefox läuft jetzt flüssig und die meisten Programme sind verfügbar. Tatsächlich fehlen nur zwei Programme: Affinity Photo und Affinity Designer. Hier muss ich die Tage prüfen, ob ich das über WINE zum Laufen bekomme.

Ich werde weiter berichten, wie sich Linux in meinen Alltag integriert, speziell am Gaming-PC. Hier könnten die angeschlossenen Geräte Probeme machen. Wir werden es sehen.

Bleibt fluffig!

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