Halo Reach – war früher wirklich alles besser?

Der Titel dieses Beitrags ist etwas irreführend. Ich selbst hatte, aus Ermangelung einer Xbox in meinem Leben nur Halo – Combat Evolved und Halo 2 gespielt. Alle anderen Teile blieben mir verwehrt. Trotzdem liebe ich die Reihe, da mir die Geschichte einfach gefällt.

Doch wie schlägt sich Halo Reach im Vergleich zu seinem Vorgänger, auch wenn es zeitlich genau vor dem ersten Teil spielt? Kommt bei mir wieder ein Halo Feeling auf?

Vorab, leider habe ich vergessen irgendwelche Aufnahmen vom Spiel zu machen. Das liegt auch daran, dass ich dieses Format der Tests bisher nicht vorgesehen habe. Zukünftig soll es aber weitere Tests geben – dann mit Bildern.

Der Planet Reach dient zu Zeiten der Angriffe des Covenant (zu deutsch: Allianz) als Hauptstützpunkt der menschlichen Weltraum-Streitkräfte UNSC. Hier wurde auch das Spartan Projekt – modifizierte Supersoldaten – umgesetzt.

Das Spiel schickt den Spieler als Spatan Supersoldat auf eine Erkundungsmission. Eine Sendestation ist verstummt und ein Trupp Spartaner soll herausfinden, was dort los ist. Schnell wird klar, das Covenant greift Reach an.

Vom Gameplay ist das Spiel die übliche Kost. Die Waffen fühlen sich ok an. Es kommt nicht ganz das Waffengefühl auf, wie es ein Destiny 2 schafft. Das Bewegen passt hingegen perfekt zu der 500kg schweren Super-Rüstung. Es fühlt sich schwer und massiv an, aber eben auch agil und verstärkt. In diesem Hinblick sind die Waffen doch ok – der Anzug dämpft sicher auch den Wums der Waffen.

Die Level bieten kaum alternative Routen, eigentlich gar keine. Hin und wieder kann man links oder rechts um den Berg, das war es. Sonst sind die Level sehr linear. Eine Neuerung sind die Spezielfähigkeiten, welche sich wie Waffen tauschen lassen. Sprinten, Jetpack oder Unverwundbarkeit – das sind neben weiteren die Fähigkeiten. Ich habe eigentlich immer das Sprinten oder, wenn notwendig, das Jetpack benutzt. Ich bin gerne schnell und mobil unterwegs.

Bis hierhin ist Halo: Reach also ein Halo durch und durch. Bei der Geschichte bin ich zwiegespalten. Ich habe damals nach Veröffentlichung des ersten Halo Teils das Buch Schlach um Reach gelesen. Damit hat das Spiel nichts zu tun. Es scheint teilweise sogar vom Buch abzuweichen. Am Ende stellt sich mir die Frage, warum die Ankunft des Covenant nicht bemerkt wurde, warum ich offensichtlich planlos über den Planeten gejagt werde. Die einzelnen Missionen fühlen sich nicht zusammenhängend an. Man geht einfach von Einsatz zu Einsatz. Erst die letzten Einsätze haben eine tiefere Bedeutung. Aber so ganz klar wird der Plot auch nicht. Alles in Allem ist die Geschicht sehr schlecht erzählt und wenig spannend.

Fazit

Das Spiel ist grundsolide, aber auch nicht mehr. Das Gameplay ist ebenso abwechslungsarm wie die Geschichte. Ohne den Kontext der anderen Spiele der Reihe wäre das Spiel maximal zwei Punkte wert. Im Kontext der großen Geschichte passt es sich halbwegs ein. Spielerisch kaum besser als der erste Halo Teil, von der Geschichte deutlich schlechter. Trotzdem sollte man die Reihe gespielt haben.

Bewertung (max. 5 Punkte): 🦄🦄🦄

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