Die letzten Tage hatte ich viel Zeit. Meine Freundin war bei ihren Eltern und ich habe Urlaub.

Ich habe dementsprechend die Zeit genutzt und den Stream wann immer möglich angeworfen. Dank einem Gespräch mit @dermuedebob sind mir dann einige Erkenntnisse gekommen.

Ich habe jeden Tag den Stream angeworfen und dabei bis zu acht Stunden gestreamt. Ich wollte einfach etwas Präsenz zeigen und “richtig” streamen. Dabei habe ich den Stream um ein Overlay erweitert und seit langem wieder Alerts eingebaut.

Diagram zu den Tagen und die jeweilige Dauer, die ich gestreamt habe. 
Ein starker Ausschlag ist an den Tagen erster bis vierter August mit fünf bis acht Stunden Stream-Zeit am Tag.

Auch wenn ich dadurch zeitenweise einen Anstieg der Zuschauer hatte, ist das Ganze nicht so richtig in Fahrt gekommen. Und das lag weniger an den Zuschauern, als an mir selbst.

Wenn man ernsthaft streamt, dann spricht man mit seinen Zuschauern. Egal ob überhaupt jemand zusieht. Man redet, man überwacht den Chat und man reagiert. Man erklärt sein Gameplay, man erzählt von seinem Tag oder geht auf die aktuellen Nachrichten ein.

Dabei rückt für einen selbst aber eine Sache in den Hintergrund – da eigentliche Spiel. Ich beschäftige mich weniger mit der Spielwelt sowie mit der Geschichte. Das Gefühl, mitten im Spiel zu sein, kommt nicht mehr auf. Wie denn auch – man teilt seine Aufmersamkeit mit Twitch.

Am vierten Tag ist mir das so richtig klar geworden. Zuerst wollte ich Anno 1800 streamen. Da verging mir aber nach fünf Minuten die Lust, ich hatte mehr Lust auf Black Desert Online. Da ich Anno 1800 aber angekündigt hatte, hatte ich auch ein schlechtes Gewissen. Das nagte so an mir, dass ich nach weiteren 10 Minuten BDO den Stream wieder ausgeschalten habe.

An dem Abend bin ich bei meiner BDO Gilde in den Discord, habe mich mit den Gildenmitgliedern unterhalten. Wenn die Story gerade weiterging, dann habe ich mich kurz zurückgezogen. Und ich hatte viel Spaß. Das hat sich am nächsten Tag, also gestern, wiederholt.

Mein Computer Tisch. Ein 27 Zoll und ein 24 Zoll Monitor auf einem weißen Tisch. Links ist das Mikrofon an einem Arm, darunter ein Stream Deck, davor liegen die Kopfhörer. Mittig auf einem breiten Mauspad stehen die beleuchtete Tastatur und die Maus. 
Der Comupter steht links neben dem Tisch und ist sanft weiß beleuchtet. 
Im Vordergrund ist der  IKEA Stuhl Markus mit einem Handtuch auf dem Kunstleder.

Mehr Spaß, als ich beim Streamen habe und hatte. Also habe ich gestern, da ich eh am Staubsaugen und Aufräumen war, meine Gaming-Ecke aufgeräumt. Den Greenscreen habe ich erstmal abgebaut. Das Mikrofon ist jetzt akustisch zwar etwas schlechter, von der Handhabung aber besser platziert.

Ein Screenshot meiner  Stream Deck Einstellungen. 
Von rechts nach links. 
Zeile 1: CPU Auslastung, GPU Auslastung, Netzwerk Download, leer, Toggl Timer Arbeit. 
Zeile 2: CPU Temperatur, GPU Temperatur, Netzwerk Upload, leer, Toogl Timer Spielen. 
Zeile 3: leer, leer, Lautsprecher/Kopfhörer Umschalter, Mikrofon aus, Analoguhr.

Den PC wollte ich seit einer Weile neu installieren, um von einem Microsoft- zu einem lokalen Benutzer zu wechseln. Dabei habe ich auch digital meine Streaming-Sachen ins Archiv verschoben und das Stream Deck vorerst zum Performance-Monitor umkonfiguriert.

Ich stelle mein Karriere als Streamer also ein. Ich konzentriere mich wieder darauf, Spaß an den Spielen zu haben. Und auch mal nicht an den PC zu gehen, wenn ich keine Lust habe.

Bleibt fluffig!