Discordification

Ich liebe Discord auf eine Art. Es war noch nie so unkompliziert, als Gamer mit anderen Gamern in Kontakt zu treten. Aber es hat auch einige Probleme.

Bisher hier angesprochen habe ich die schlechte Tonqualität sowie meine Zweifel am Finanzierungsmodell. Ein weiteres Problem ist aber, dass mir der Input zu hoch ist.

Früher war man in 1-2 Foren angemeldet und eventuell noch in ein paar IRC Chats. Foren konnte man die interessanten Themen durchschauen und wieder weitergehen. In den Chats hat man eh nur das gesehen, was geschrieben wurde, während man online war.

Bei Discord bin ich aktuell auf acht Servern eingeloggt. Drei würde ich als kleiner bezeichnen, sie sind nur für eine kleine Gruppe freigeschalten oder haben nur eine kleine Interessensgruppe.

Die anderen fünf Server sind öffentliche Server. Zwei für EVE Online (einer deutsch, einer englisch), Rainbow Six Siege, Falling Frontiers, Python. Alles interessante Server. Und sehr aktive.

Eigentlich werden mir durchgehend neue Nachrichen angezeigt, gehe ich dann in die Channel lese ich oft “50+ neue Nachrichten seit xx:xx”.
Ich muss nicht immer alles lesen, aber das Gesprächstempo ist für mich als Arbeitnehmer mit Privatleben zu schnell. Selbst wenn ich online bin wäre ich nicht in der Lage, den Gesprächen zu folgen.

Es stresst mich auf der anderen Seite, dass ich immer benachrichtigt werden, subtil zwar durch den Punkt, aber ich werde immer daran erinnert, dass ich etwas verpasse. Die Benachrichtigung auszuschalten macht das Ganze aber irgendwie auch nutzlos.

Wie geht ihr mit Discord und mehreren Servern um?

2 Kommentare

  1. Servus, die meisten sind komplett Stumm gestellt. Ich schaue dort nur rein wenn ich Zeit znd Lust habe. In den anderen überfliege ich die Diskusdion gewöhnlich. So sehe ich recht schnell ob mich was interessiert oder nicht. Bin derzeit auf knapp 16 Servern und es funktioniert ganz gut.
    Gruß Sen

  2. Discord ist in meinen Augen ein glorifzierter Chat. Die Plattform vereinfacht zwar den Austausch mit anderen Spielern, führt aber auch zu einer Menge unnötigem Spam, wie du bereits beschrieben hast.

    Desweiteren ist es ein zentralisierter Dienst. Sobald irgendein Fehler das Discord Netzwerk lahmlegt, sind ALLE Server weg vom Fenster. Man hat über gesendete Nachrichten und Dateien keine Kontrolle mehr, im Endeffekt muss man auf Discord vertrauen wenn sie sagen, dass eine Datei gelöscht ist (vgl. dazu diesen Post)

    Gleiches gilt auch für die Privatssphäre. Standartmäßig wird teilt Discord dem gesamten Server mit, in was für einem Spiel man sich gerade befindet. IIRC passiert das auch ohne Anbindung an Steam o.ä., Discord überprüft schlicht die laufenden Prozesse auf einem PC.
    Als ich zuletzt nachgesehen habe, gab es unter den Datenschutzeinstellungen dafür bzw gegen zwar einen Schalter, aber dieser verhindert laut eigener Beschreibung nur, dass andere Leute auf den Servern angezeigt bekommen, was man gerade spielt. Als Benutzer habe ich weder Grund für die Annahme, dass Discord mit diesem Schalter auch aufhört, meinen Computer auszuspähen, noch kann ich das überprüfen.

    Ein Lesetip dazu noch.
    Der Blog bezieht das Benutzen von Discord zwar auf Software Projekte, aber die darin beschriebenen Probleme gelten für jeden.

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