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Ein paar Wochen Linux - meine ersten Eindrücke


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Aus einer Laune heraus habe ich beschlossen, dass ich Windows von meinem Notebook und meinem PC runterwerfe und stattdessen auf Linux wechsel. Für den Start habe ich mich für Manjaro Linux entschieden.

Spontan umgestiegen

Ich hatte ja schon berichtet, dass ich mein Notebook spontan auf Manjaro Linux mit Gnome als GUI umgestellt habe. Als Testbalon für meinen “richtigen” PC. Was soll ich sagen, nach einem Abend war der Test abgeschlossen.

Aber gut, ich habe bisher ein bis zwei Mal im Jahr Windows neu installiert. Ein Testlauf mit Linux am Gaming-PC ist also auch kein riesen Aufwand. Zumal ich sonst von Windows 11 auf Windows 10 zurückgegangen wäre.

Zwölf Stunden nach der Installation auf dem Notebook saß ich also am PC und habe dort die Installation von Manjaro gestartet. Wenig überraschend funktionierte das problemlos, nachdem ich SecureBoot deaktiviert hatte. Spannender waren eher die Themen, welche auf dem Gaming-PC benötigt werden, aber auf dem Notebook nicht.

Grafikkarte, Razer und Stream Deck

Klar, zuerst sind da natürlich die Spiele. Zu diesen wird es in einem gesonderten Beitrag geben. Aber ich habe am PC auch spezielle Peripherie. Eine Razer Maus und Tastatur, das Stream Deck und natürlich eine Nvidia RTX 3080. Das musste alles sauber zum Laufen gebracht werden.

Bei der Grafikkarte ging es speziell um die Lärmbelastung. Vor einigen Monaten hatte ich in einem Beitrag erwähnt, wie ich die RTX 3080 gebändigt und damit leiser bekommen habe. Unter Linux gibt es aber keinen MSI Afterburner. Leider auch kein Tool, mit welchem ich die Spannung begrenzen kann. Dafür die maximale Stromaufnahme und die Lüfterkurve, was dem Ziel am Ende recht nahe gekommen ist – auch quasi ohne Leistungsverlust. Erste Hürde überstaden.

Nächste Hürde: Die Razer Hardware. Klar, sie funktionierte. Aber sie leuchtete halt in allen Regenbogenfarben, da das ohne Software die Standardeinstellung ist. Hier habe ich zwei Tools gefunden, beide funktionierten nicht. Nach einigem Suchen im Internet habe ich dann eine Lösung gefunden: eine Konfigurationsdatei musste noch angepasst werden. Ambilight geht leider nicht mehr, dafür konnte ich den Regenbogen auf eine feste Farbe ändern und bin zufrieden.

Das Stream Deck… ein tolles Stück Hardware. Ich verwende es viel zu wenig. Für das Streamen praktisch, wenn ich es denn tun würde. Ansonsten steuere ich damit die Musik, die Lautstärke und stelle mein Mikrofon stumm. Quasi mit der Schrotflinte auf Spatzen geschossen. Trotzdem soll es laufen. Und das macht es auch – streamdeck-ui heißt das zugehörige Tool. Etwas komplizierter einzustellen, gerade globale Tastenkombinationen. Auch fehlen die ganzen Plugins, welche die offizielle Software unter Windows anbietet. Damit kann ich leben. Was ich aber auf jeden Fall vermisse: Toggle Buttons. Unter Windows kann ich Tasten je nach Status “on/off” anzeigen lassen. Das geht unter Linux nicht – wobei ich gerade überlege, ob ich das nicht über die Änderung des eigentlichen Bilds hinbekomme. Morgen mal testen.

Was macht Probleme?

Aber es ist nicht alles Gold was glänzt. Wie ihr seht, es gibt fast alles, aber das Meiste nur mit Einschränkungen. Ich vermisse mein Affinity Photo und Affinity Designer. Dazu habe ich inzwischen die Entfernung der Hintergrundgeräusche beim Mikrofon über die RTX zu lieben gelernt. Leider aktuell Windows exkusiv. Einen guten Ersatz habe ich bisher nicht gefunden. Und Nvidia ist nicht dafür bekannt, dass sie Linux bereitwillig unterstützen.

Zusammenfassend bin ich aber zufrieden und werde auf Linux bleiben. Ja, es geht nicht alles auf Anhieb. Ja, man muss hin und wieder manuell ran, wenn man mehr als den Standard hat. Auf dem Notebook musste ich bisher nichts anpassen, am PC habe ich inzwischen einige Stunden mit Lösungssuche verbracht. Aber das macht am Ende auch irgendwie Spaß.

Bleibt fluffig!


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